Lisa Larson Birds 1967 – Die Geschichte hinter den Holzvögeln
Die Lisa Larson Birds 1967 sind weit mehr als Dekoration – sie sind ein Stück Zeitgeschichte. Entstanden im Geist der Flower-Power-Bewegung, gehütet in Lisa Larsons Atelier für über 50 Jahre, und heute von Design House Stockholm neu ins Leben gebracht. Die Kollektion wurde im MoMA Design Store in New York und Tokio geführt – ein Zeichen ihrer weltweiten Anerkennung als Designklassiker.
Sausalito, 1967: Der Ursprung der Vögel
Die Geschichte beginnt in Sausalito, Kalifornien. Die damals junge schwedische Designerin Lisa Larson verbrachte 1967 sechs prägende Monate an der US-Westküste. An der UC Berkeley studierte sie unter dem renommierten Keramiker Peter Voulkos – und wurde vom Aufbruchsgeist der Hippie-Bewegung und der leuchtenden Ästhetik mexikanischer Volkskunst mitgerissen.
In dieser kreativ aufgeladenen Atmosphäre begann Lisa Larson, Holzformen zu bemalen. Spontan, verspielt, ohne Plan für eine Produktion.
„I was craving to work, and to paint these wood shapes were just natural since I had no possibility to work with ceramics in our house back then. I had no idea on how they could be reconstructed or produced once back in Sweden, but I was so inspired by all that I saw.“
— Lisa Larson
Die Reise nach Amerika war auch eine Familienreise: Lisa Larson durchquerte das Land mit ihrem Mann, dem Künstler Gunnar Larson, und ihren zwei kleinen Kindern – in einem ausgedienten Polizeiauto. Unterwegs von St. Louis bis an die Westküste, durchtaucht von den großflächigen Blumenmustern der 60er Jahre, die auch ihre Schwester Titti Wrange als Modedesignerin in überdimensionierten Drucken aufgriff.
Flower Power in Holz: Was die Vögel bedeuten
Die Birds 1967 von Lisa Larson sind Kinder ihrer Zeit. Die späten 60er in den USA waren geprägt von Antikriegsprotesten, aufblühender Hippiekultur und dem Ruf nach individueller Freiheit. Lisa Larsons Vögel entstanden genau in dieser Stimmung – bunt, lebensbejahend, frei.
„Lisa Larson’s birds are almost like peace doves, a remembrance of a time when the young generation protested against war and dreamt about a new society.“
— Anders Färdig, Gründer Design House Stockholm
Zurück in Schweden ließ Larson von einem Tischler die Holzformen drechseln und bemalte sie mit Gouachefarben – in Farbtönen, die damals in Schweden nicht zu bekommen waren. Nach dem Versuch, andere die Bemalung übernehmen zu lassen, gab sie das Projekt auf. Die Vögel ruhten jahrzehntelang: zunächst im Sommerhaus in Südschweden, später in ihrem Atelier außerhalb von Stockholm.
Wiederentdeckt von Design House Stockholm
Anders Färdig, Gründer von Design House Stockholm, entdeckte die vergessenen Vögel bei einem Besuch in Lisa Larsons Atelier – und war sofort fasziniert. Heute werden die Lisa Larson Birds wieder in hochwertiger Handarbeit gefertigt: aus Buchenholz, handbemalt in Vietnam mit wasserbasierten Farben in den charakteristischen Flower-Power-Mustern.
Jeder Vogel ist ein Unikat. Minimale Farbunterschiede und Formvariationen sind Zeichen echter Handarbeit – kein Mangel, sondern Qualitätsmerkmal.
Über Lisa Larson
Lisa Larson gilt als eine der bekanntesten und geliebtesten Designerinnen Schwedens. Bereits in den 50er Jahren wurde sie in Schweden zum Haushaltsname; 1981 folgte ihre erste Einzelausstellung in Japan, wo sie bis heute eine treue Fangemeinde hat. Über 200 verschiedene Figuren entstanden während ihrer Zeit an der Gustavsberg Porcelain Factory – Katzen, Engel, Politiker und vieles mehr. 1980 machte sie sich als Freiberuflerin selbständig und erweiterte ihr Werk um Haushaltskeramik. Ihre Arbeiten werden weltweit von Sammlern geschätzt.
- Design
- Lisa Larson
- Hersteller
- Design House Stockholm
- Entstehungsjahr
- 1967 (Neuauflage)
- Material
- Buchenholz, wasserbasierte Farben
- Maße
- Höhe 16 cm, Breite 7 cm
- Fertigung
- Handarbeit, jedes Stück ein Unikat
- Ausgezeichnet
- MoMA Design Store New York & Tokio










